Abseits vom Schnittplatz

Sattlerei, Pferde und ein Leben, das in Frankreich begann.

Diese Seite zeigt die private Seite neben Postproduktion und KI – als bewusster Ausgleich zum Jobdasein. Das macht mich aus.

Herkunft

Zwischen zwei Sprachen, zwei Kulturen und einer Heimat in den Bergen

Aufgewachsen bin ich in einem kleinen Dorf in der Nähe von Grenoble – umgeben von Bergen, Natur und französischer Lebensart. Bis zu meinem 15. Lebensjahr war Französisch meine eigentliche Muttersprache und die Sprache, in der ich mich selbstverständlich bewegte. Mein Deutsch war damals noch längst nicht so sicher und selbstverständlich, wie es heute ist.

Mit 15 Jahren zog ich zurück nach Deutschland und wechselte auf eine deutsch-französische Schule. Der Neuanfang bedeutete für mich nicht nur einen Wechsel des Landes, sondern auch eine sprachliche und kulturelle Umstellung. Ich musste lernen, mich im Deutschen sicher auszudrücken, schulisch mitzuhalten und meinen Platz in einem neuen Umfeld zu finden.

Heute sehe ich diese Erfahrung als eine meiner größten Stärken. Ich kenne unterschiedliche Perspektiven, kann mich schnell auf neue Situationen einstellen und habe früh gelernt, mich auch in ungewohnten Umgebungen zurechtzufinden.

Frankreich hat meine Offenheit, meine Eigenständigkeit und mein Gespür für Atmosphäre geprägt. Deutschland und besonders Bayern stehen für mich für Bodenständigkeit, Verlässlichkeit und eine direkte, lösungsorientierte Arbeitsweise.

Beides gehört zu mir: französische Leichtigkeit, bayerischer Pragmatismus und eine tiefe Verbundenheit zu den Bergen.

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Pferde & Offenstall

Verantwortung, Organisation und praktische Automatisierung

Pferde begleiten mich bereits einen großen Teil meines Lebens – Leidenschaft und Ausgleich, aber auch tägliche Verantwortung und Verlässlichkeit.

Gemeinsam mit anderen kümmere ich mich um einen naturnahen Offenstall in Lenggries: Versorgung der Pferde, Stallalltag, Flächenpflege und die stetige Weiterentwicklung der Infrastruktur.

Abläufe müssen zuverlässig funktionieren und sich an die Bedürfnisse der Pferde anpassen. Deshalb habe ich zeitgesteuerte Fütterungsabläufe, eine automatisierte Heuraufe, eine eigenständige Energieversorgung sowie durchdachte Systeme für Wasserspeicherung integriert – nicht um Verantwortung abzugeben, sondern um wiederkehrende Abläufe sicherer und planbarer zu machen.

Der Stall ist für mich deshalb auch praktisches Prozessmanagement: beobachten, Schwachstellen erkennen, Lösungen entwickeln, die unter realen Bedingungen dauerhaft funktionieren.

Gleichzeitig können wir von Pferden unglaublich viel lernen – über Rücksichtnahme, klare Kommunikation und einen respektvollen Umgang miteinander. Sie reagieren unmittelbar auf Körpersprache, Stimmung und Verhalten und zeigen uns dadurch sehr ehrlich, wie wir auf andere wirken. Im täglichen Miteinander lehren sie mich, genauer hinzusehen, Grenzen zu respektieren, Verantwortung zu übernehmen und auch leise Signale ernst zu nehmen.

Genau diese Arbeitsweise prägt mich auch beruflich – ich denke in Zusammenhängen und suche nach Lösungen, die Menschen, Technik und praktische Anforderungen sinnvoll verbinden.

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Bavarian Saddlery

Maßarbeit für Pferd & Mensch

Bavarian Saddlery war eine Sattlerei, die ich von Werner Hofmann übernommen und anschließend im Nebengewerbe weitergeführt habe.

Mein Schwerpunkt lag auf dem Bau von Westernsätteln. Dabei entstand kein Sattel nach einem Standardschema. Jeder einzelne wurde individuell auf das jeweilige Pferd und den dazugehörigen Menschen konzipiert und angepasst.

Ein guter Sattel muss unterschiedliche Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Er soll dem Pferd möglichst viel Bewegungsfreiheit bieten, das Gewicht sinnvoll verteilen und dem Reiter einen sicheren und passenden Sitz ermöglichen. Körperbau, Nutzung, Reitweise und persönliche Wünsche mussten deshalb bei jeder Anfertigung neu zusammengedacht werden.

Von der Beratung und Vermessung über die Auswahl der Materialien bis hin zur handwerklichen Fertigung lag der gesamte Prozess in meiner Hand. Jeder Sattel war ein Einzelstück, das Präzision, Geduld und ein genaues Verständnis für das Zusammenspiel von Pferd, Mensch und Material erforderte.

Aus Rentabilitätsgründen habe ich den gewerblichen Betrieb später geschlossen. Das Handwerk selbst ist mir jedoch geblieben und begleitet mich heute als Hobby weiter.

Bavarian Saddlery steht für einen wichtigen Teil meines Weges: für Eigenverantwortung, handwerkliche Präzision und den Anspruch, individuelle Lösungen zu entwickeln, wenn Standardlösungen nicht ausreichen.

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Peacockpics

Die Beziehung zwischen Pferd & Mensch

Bei meiner Fotografie ging es mir nie ausschließlich darum, ein schönes Pferdebild zu erstellen. Im Mittelpunkt stand für mich immer die besondere Beziehung zwischen Pferd und Mensch.

Vertrauen, Nähe und Verbundenheit zeigen sich häufig in kleinen Momenten: einem Blick, einer Berührung oder der Art, wie sich Mensch und Pferd miteinander bewegen. Genau diese Augenblicke wollte ich mit meiner Kamera sichtbar machen.

Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit waren Pferdeporträts vor schwarzem Hintergrund. Durch die reduzierte Umgebung verschwinden Ablenkungen, während Ausdruck, Körperbau und Persönlichkeit des Pferdes in den Mittelpunkt rücken. Licht, Haltung und feinste Details entscheiden dabei darüber, wie jedes Pferd individuell in Szene gesetzt wird.

Unter dem Namen Peacockpics sind so Aufnahmen entstanden, die nicht nur dokumentieren, sondern Atmosphäre und Charakter langfristig festhalten. Jedes Pferd sollte auf seine eigene Art wirken dürfen – kraftvoll, sensibel, elegant oder ganz still.

Meine Erfahrung aus der Film- und Medienwelt fließt dabei unmittelbar in meine Fotografie ein. Bildaufbau, Licht, Timing und die erzählerische Wirkung eines Motivs spielen für mich ebenso eine Rolle wie die technische Umsetzung.

Peacockpics steht deshalb für genaues Hinsehen, einen respektvollen Umgang mit Tier und Mensch und den Wunsch, eine besondere Verbindung in einem einzigen Bild spürbar zu machen.

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Kontakt

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